Mittwoch, 26. Oktober 2022

Und wieder ein paar Kilometer weiter gen Süden

Zur Abwechslung mal wieder auf einem Stellplatz, der "Kohle" von uns haben will.

Die heutige Fahrtroute führte uns auch lange Strecken über die Landstraßen. War mal etwas abwechslungsreicher. Jedoch die ersten Kilometer spulten wir doch auf der Autobahn ab. Dabei fiel uns die massive Ansammlung von Windrädern auf. Das ist schon gewaltig. 


Im Gegensatz dazu die Strecken weiter im Süden; nicht ein einziges Windrad weit und breit! Dafür sattes Grün.


Aber etwas störte uns gewaltig, trieb uns fast in den Wahnsinn. Kaum zu glauben aber wahr: Die tief stehende Sonne immer von vorn. Zum einen blendete die enorm bis hin zu kurzzeitiger Blindheit, aber heizte auch den Innenraum so dermaßen auf dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen. Und wenn die Klimaanlage niedriger eingestellt wurde, dann zog es fürchterlich. Ja, ja und solche zimperlichen Wesen wollen nach Spanien fahren?!

Ankunft auf dem Stellplatz: Bei so viel freien Plätzen habe ich wieder die Qual der Wahl. Ich probierte erstmal eine Parzelle, die ich ganz gut fand. Doch mein Schätzvermögen was die Länge meines Gespanns betrifft hatte wohl arg gelitten! Viel zu kurz. Ok, die nächste ausprobiert. Auch hier passte es nicht. Was ist denn heute mit mir los? Jetzt war es soweit: Ich ließ das Gespann so erstmal stehen und machte mich zu Fuß auf den Weg um endlich ein für uns passendes Fleckchen auszuwählen. Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt war das erfolgreich.




Nach einer kurzen Pause und der Einnahme meiner Portion Kornflakes mit Milch machte ich mich auf einen Erkunungsrundgang. Hier die Fotos dazu:



das ist übrigens die Mosel!


Und danach werden noch die Sonnenstrahlen zur Entspannung genutzt.




Dienstag, 25. Oktober 2022

Zur Abwechslung mal wieder ein Werkstattbesuch

 Julians GNS Reisemobilservice in Mönchengladbach..........

......ist heute unser Ziel. Keine Angst, es gibt nichts zu reparieren. Zum Grund des Besuches später mehr.

Schon um 09.45 Uhr starten wir in den heutigen Tag. Das NAVI zeigt uns die Ankunft bei Julian zu 12.00 Uhr an. Das wäre traumhaft. Natürlich war das ein Satz mit X!

Anfangs lief es noch ganz gut, bis dann die Staus uns total einbremsten. Gefühlte zwei Stunden bewegte ich mich Zentimeter um Zentimeter in der LKW Kolonne vorwärts, während eine Spur weiter links die Fahrzeuge an uns vorbeidonnerten. Trotz Überholverbot für LKW´s! Irgendwann riss mir dann der Geduldsfaden, ich nutzte eine größere Lücke und scherte auch auf die schnelle Fahrspur! Welch eine Erlösung! Und das Überholverbot? Ignorieren wir einfach. Denn selbst mit gutem Willen besteht ja gar keine Chance in die rechte Spur einzuscheren! Also, reicht das als Entschuldigung? Egal, ich konnte endlich mal zügig ein paar Kilometer gutmachen. Tatsächlich tauchte dann doch eine Baustelle vor uns auf und ich musste zwangsläufig wieder nach rechts rüber. Aber wie so häufig hat der "Brutalo"  das Glück auf seiner Seite. Eine Lücke auf der rechten Fahrspur, weit bis zum Horizont, und schon benutzte ich wieder brav die rechte Fahrspur! 

Je näher wir unserem Ziel kamen, je eiliger hatte ich es. Auch wenn ich immer auf das TomTom NAVI schimpfe, so hat es mich vor einem Blitzfoto gerettet. Mit kräftigen Glockenschlag wies mich das schwarze Kästchen auf den "Wegelager" am Straßenrand hin. Und ich konnte die Geschwindigkeit noch soweit verringen, dass
ich im grünen Geschwindigkeitsbereich den Blitzer passierte. Aber Blitzerwarner im Auto, da war doch was? Schon gut ich schäme mich - Asche auf mein Haupt - bitte nicht weitersagen!

Die Uhr zeigte 13.15 an als wir die Werkstatt erreichten. Der Hof war voll. Wer fährt denn auch mit einem 16 Meter langen Gespann auf so einen engen Betriebshof? Aber Julian, freundlich wie immer auch auf youtube zu sehen, empfängt mich und weist mich ein. Guter Service! Nach kurzer Besprechung, was ich denn vorhabe, werden wir in die Wartezone gebeten und es wird ein Kaffee serviert. Trotz der vollen Werkstatt und dem geschäftigen Treiben ist der Chef freundlich und zuvorkommend. Genau wie auch seine Familie.

Doch nun zum Punkt! Was will ich eigentlich hier? Ich möchte eine Beratung zu einer Trockentoilette Fabrikat "Clesana". Diese werden  hier verkauft und schon viele Kunden haben sich die einbauen lassen. Nun möchte ich die einmal vorort anschauen und vor allem auch Irmgard mit ins Boot holen. Damit ich sie vielleicht überzeugen kann, dass dieses Modell auch für uns einige Vorteile bringt, die da sind: Es wird kein Wasser benötigt, ich muss nicht jeden zweiten Tag die schwere "Goldkassete" zum Entleeren herumtragen. Ferner brauche ich einen Stellplatz nicht mehr nach Ver- und Entsorgung auswählen, ich kann die Reste unserer "Machenschaften" einfach in jede Mülltonne entleeren, da die in einer Tüte verschweißt sind. Gut, die Tüten muss man natürlich bezahlen und auch vorhalten damit die immer im Mobil vorhanden sind. Aber es wäre eine große Erleichterung für mich, man wird ja auch älter.

Bei dieser Gelegenheit sprach ich Julian darauf an ob, und wie man vier meiner Solarzellen auf dem Dach anders verschalten kann, damit die effektiver sind. Das war schnell geklärt, und welche große Überraschung und Freude; es sollte auch sofort geschehen!!! Das ist ja toll! So genossen wir noch ein wenig die Gastfreundschaft und konnten dann so kurz vor 16.00 Uhr vom Hof fahren. 






das ist Julian, der Chef.



Nur etwa 20 Kilometer Strecke, und wir waren auf dem Wohnmobilstellplatz vor dem Schloß Wickenrath angekommen. Wir können angspannt stehen bleiben, und der Platz ist kostenlos. So mögen wir es am Liebsten!

Achtung Durchfahrtshöhe beachten! Für mich hat es gereicht.





Montag, 24. Oktober 2022

24.Oktober 2022, es geht los!

 Wir starten!!!                       Kilometerstand: 136517

Tatsächlich, es ist 10.30 Uhr und wir starten den Motor. Los gehts! 

Es rollt, wir kommen gut voran. Ich drossele ein wenig das Tempo und bewege mich laut NAVI mit einer Geschwindigkeit von 83 km/h. Der Grund: Ich will Sprit sparen und versuchen mit einer Tankfüllung bis in die Nähe von Saarbrücken zu kommen. Dann volltanken und nach Frankreich über die Grenze. Dort herrscht allerdings große Unsicherheit mit dem Kraftstoffnachschub. Es wird mal wieder gestreikt. Da wir bis dahin noch einige Übernachtungen einplanen haben wir die Hoffnung, dass es dann entspannter wird! 

Doch nun wollen wir erstmal nach Rheda-Wiedenbrück und dort kostenlos übernachten. Wir fahren die richtige Richtung, denn auf der Gegenfahrbahn besteht ein kilometerlanger Stau. 

Doch man sollte nicht frohlocken! Das Ziel ist nicht mehr allzuweit, da erwischt es uns auch: Stau!!!


So verschiebt sich unsere heutige Zielankunft um etwa eine Stunde! Doch irgendwann erreichen wir unseren Stellplatz.



Als wir auf den Platz einbiegen sind wir erstmal geschockt: Jede Menge Polizisten. Verkehrskontrolle! Aber die wollen nichts von uns. So parken wir am Rande des Platzes ein und essen esrtmal eine Portion Cornflakes mit Milch. Wir sind angekommen!




Freitag, 21. Oktober 2022

Es wird langsam

Heute schon mal den PKW auf den Trailer geladen.

Am Montag den 24.Oktober ist unser neuer, geplanter Abreisetermin. Da ich ja nicht mehr der Jüngste bin, benötige ich eine längere Vorlaufzeit. Was ich früher in wenigen Stunden geleistet habe, schaffe ich heute nicht mehr, brauche die dreifache Zeit dafür. Und immer mit etlichen Erholungspausen dazwischen. Somit fange ich heute schon mal mit den finalen Arbeitsschritten an. 

Die Solarkollektoren auf dem Dach müssen gewaschen werden, damit die Sonne nicht durch eine dicke Staubschicht eingbremst wird und entsprechend weniger Energiertrag generiert. Also ab aufs Dach und "Wasser Marsch". Dem Durchblick durch die Frontscheibe wird auch gleich mit einem Wasserstrahl und der Waschbürste auf die Sprünge geholfen.  




Da es so gut läuft, hole ich auch noch den Trailer von seinem Parkplatz und verlade den PKW. Alles gut sichern, und auch die große, orangefarbene Tafel für Spanien nicht vergessen und erstmal in den Kofferraum legen! Die ist in Spanien Vorschrift wenn das Gespann eine Länge von 12 Metern überschreitet. Ist bei mir natürlich so. 


das sieht ja schon gut aus, das gröbste ist erledigt. Wenn das so weitergeht, dann können wir am Montag tatsächlich auf die Piste Richtung Spanien gehen.
Was ist noch wichtig? Natürlich den Reifendruck kontrollieren. Schließlich hat der Trailer einige Monate nur so rumgestanden. Tatsächlich musste ich alle vier Reifen aufpumpen weil der Druck abgefallen, zu niedrig war. Da ich meinen elektrischen Kompressor aber in der Heckgarage des Wohnmobils so weit weg, und mit allen möglichen Gerätschaften davor, so gut wie eingemauert hatte, wollte ich mir diese unangenehme Arbeit, ihn ans Tageslicht zu holen, unbedingt ersparen. Was blieb mir übrig? Fitnesstraining machen. Mit der, allerdings professinonellen und stabilen Fahrradpumpe füllte ich nun so um die 1 BAR an Luftdruck zusätzlich in die Reifen. Das ging ganz schön an meine körperliche Leistungsfähigkeit! Aber nach dem Motto "was dich nicht umbringt macht dich nur noch stärker" hielt ich, mit entsprechenden Pausen natürlich, durch!

Okay, der Reifendruck stimmt. Doch die elektronische Anzeige im WoMo auf dem Display zeigt einige Aussetzer. Die Drücke der Reifen werden funkelektronisch übertragen. So war ich mit meiner Arbeit noch nicht fertig. Die Batterien in den Funksensoren waren wohl zu schwach. Nachgemessen ergaben sich Werte um 2,9 Volt bei 3 Volt Soll. Aber diese leichte Unterspannung reichte schon aus, um einen Fehler anzuzeigen. Also wechselte ich alle Batterien aus (im Neuzustand betrug die Spannung 3,25 Volt). Alles ist wieder in Ordnung, der Reifendruck wird mir während der Fahrt angezeigt. Jetzt bin ich ziemlich erschöpft, aber sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung. So erlaube ich mir den Feierabend einzuläuten. 
Einen letzten Blick noch auf die Temperatur im Kühlschrank. Den hatte ich gestern schon eingeschaltet und Irmgard hatte ihn auch schon ganz gut mit Kühlgut beladen. Kühlschrank hat 5°C, das Tiefkühlfach -18°C. Das ist für einen Absorberkühlschrank ein guter Wert!

So das war´s, jetzt ist Schluß für heute!

Montag, 17. Oktober 2022

Helle Aufregung

 Auch ich kann Panik!

Ich hatte ja von meinem Neurologen - wegen der Krämpfe in den Beinen - mehrere Medikamente verschrieben bekommen. Da die jedoch noch immer nicht die erhoffte Wirkung erzielten, nämlich die Nacht schmerzfrei zu überstehen, sollte ich die Dosis von einer der Tabletten verdoppeln.

Tatsächlich ist eine leichte Verbesserung eingetreten. Da ich jedoch in den letzten Tagen ständig müde war, mich teilweise wie in Trance bewegte, hatte ich genau diese Verdoppelung  der Medikamenteneinnahme in Verdacht. Irmgard und ich sprachen auch darüber. Was steht denn im Beipackzettel über die Nebenwirkungen, wollte Irmgard wissen. Ich holte die Packung hervor, setzte meine Brille auf - die benötige ich beim Fernsehschauen normalerweise nicht - und fummelte den Beipackzettel aus der Verpackung. Dabei wunderte ich mich, dass ich plötzlich nicht mehr richtig schauen konnte. Irgendwie halb unscharf, mir wurde schwummerig als ich den Zettel lesen wollte. Jetzt kamen meine Gedanken in Schwung: Ich malte mir aus, dass mein Diabetheswert, der in letzter Zeit immer viel zu hoch war, nun doch meine Sehfähigkeit beeinträchtigte. Ich sah schon, dass wir die Reise nach Spanien nicht antreten könnten. Die schlimmsten Szenarien rasten in meinem Kopf herum. Ich hatte PANIK !!! 

Ich setzte die Brille auf, und dann wieder ab. Ohne Brille konnte ich normal sehen, aber sowie ich die Brille aufsetzte war meine Sehkraft  dahin, im Eimer! Da kann doch etwas nicht stimmen!!! Stimmte auch nicht! Nach genauerer Ursachenforschung stellte ich fest, dass an meiner Brille das rechte Glas nicht mehr vorhanden war! Eine Schraube aus der Fassung hatte sich gelöst und das Brillenglas freigegeben. Wo ist es nur geblieben? Ich fand es nicht, lief in der Wohnung herum und suchte alles ab. Ohne Erfolg! 

Die Erleichterung kam mit einem lauten Ausruf von Irmgard: "Ich habe das Glas gefunden!" Da fiel mir aber ein Stein vom Herzen! Jetzt malte ich mir schon aus wie ich den Optiker dazu überreden könnte noch vor unserer Abreise nach Spanien die Fassung zu reparieren. Da hatte ich so meine Erfahrung, dass es in der Regel zwei Wochen dauern würde.
Aber so langsam legte sich meine Aufregung und ich schaute mir die Brillenfassung etwas genauer an. Und was soll ich Euch sagen, die Schraube steckte noch im Schaft. Welch ein Glück. Durch dieses Ereignis hatte ich nun eine fröhliche Ehefrau, die sich vor Lachen garnicht mehr einkriegen konnte. Den ganzen Abend über lachte sie immer wieder darüber. 

Da ich zuhause ja so kleines Werkzeug im Büro liegen habe, konnte ich die Schraube wieder hineindrehen und somit war die Brille wieder nutzbar! 

diese Schraube war der Übeltäter
Und was las ich nun im Beipackzettel? Als Nebenwirkungen könnten Müdigkeit und blaue Flecken und vermehrt Blutergüsse auftreten. Genau das traf voll zu! Die Konsequenz daraus? Ich halbiere die Einnahme des bewußten Medikaments. Dann hoffe ich mal dass nun nicht die Krämpfe und die daraus resultierenden Schmerzen in den Beinen wieder zurückkehren und mir meine Nachtruhe rauben! 

Samstag, 15. Oktober 2022

Panik!

Und plötzlich kam die Panikattacke!

Die vergangenen Tage waren bei Irmgard ja geprägt durch ihre Schmerzen, die Arztbesuche und letztlich auch die ambulante Behandlung im Krankenhaus. Dadurch hat sie nicht so arbeiten können wie gewohnt, und deshalb auch wenig für die Reisevorbereitung tun können.

Doch als sie nun wieder aktiv werden konnte, weil es ihr besser ging, schaute sie mal auf den Kalender..........und bekam einen Schock! "Die Abreise ist ja schon nächste Woche, ich dachte das wäre erst eine Woche später"!!!! Sie kam in Panik! "Nein, das schaffe ich nie und nimmer"! so ihre Worte.
Also schauen wir mal genauer auf den Kalender. OK, bis zum gebuchten Termin auf Kiko hatten wir natürlich noch eine Menge Zeit. Lediglich der Termin bei "Goldschmitt" für die Wartung der Hubstützen war im Wege. Da ich aber den Termin dort nicht um einige Tage nach hinten verschieben konnte - nächste Möglichkeit wäre der zweite Dezember gewesen - ließ ich den Wartungstermin streichen. Sooo wichtig ist die Wartung nun auch nicht!
Also Freunde, wir starten nicht am 20.10.2022 nach Spanien, sondern einige Tage später. Da können wir nun ganz entspannt sein. Schauen wir mal wann es dann wirklich los geht.
Als spätestes Datum habe ich mir den 4.November auf dem Kalender markiert.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Der Tag danach

 Ja, heute geht es Irmgard schon deutlich besser!

Wir waren gleich nach dem Frühstück unterwegs. Zum Arzt um eine Medikamentenbestellung aufzugeben, und zu REWE um nach ein paar Kleinigkeiten zu schauen, die wir noch mit auf die Reise nach Spanien mitnehmen könnten. Da lief Irmgard schon munter im Laden herum. Und auch ich mit meinen gestern gekauften Spezialschuhen war deutlich besser unterwegs. Aber für Irmgard war es der erste Tag nach der kleinen OP. Sie war so zuversichtlich, dass sie der Meinung war sie könne von Schwarzenbek Ortsmitte schon zu Fuß nachhause gehen. So setzte ich sie dort ab und fuhr alleine zurück.

Dort wartete schon mein "Hausmeister" auf mich. Ich sollte seinen Wohnwagen reparieren. An erster Stelle auf der Agenda war da der Kühlschrank. Ein Absorbergerät, das ihn schon seit längerer Zeit ärgerte. Mal funktionierte er, mal nicht, oder auch nur so halbwegs. Die derzeitige Situation war folgende: Mit 230 Volt kühlte er sehr gut, aber auf Gas überhaupt nicht mehr. In vergangener Zeit hatte ich schon mal den Brenner mit Druckluft gereinigt, was auch Erfolg hatte. Aber nun war es mal wieder soweit, im Gasbetrieb erzeugte das Aggregat mehr Wärme als Kälte. So sah ich nur noch eine Möglichkeit: Der Brenner mitsamt der Düse musste ausgebaut werden. Also Ärmel hochgekrempelt und dann an die Arbeit. Das war aber eine fummelige Angelegenheit! Manchmal möchte man den Konstrukteur dazu verdonnern diese Arbeit mal selbst durchzuführen. OK, der Ausbau funktionierte recht gut. Und die Düse, mit der Lupe betrachtet sah nicht gut aus. Ich konnte gegen das Tageslicht gehalten, keinen Lichtschein erkennen. Zur Information: die Düse hat einen Durchmesser von 0,6 mm! So benutzte ich eine ausgediente Zahnbürste zum Reinigen. Und auch mit einer kleinen dünnen, spitzen Nähnadel prüfte ich noch ganz vorsichtig die Durchgängigkeit. Die Fachleute schlagen zwar die Hände über dem Kopf zusammen wenn sie so etwas hören. Aber ich weiß schon was ich tue und beschädige die Düse damit sicher nicht. Und nun die erneute Prüfung: Hurra, ich konnte Licht durch das Düsenloch erkennen!

Jetzt nur noch wieder alles zusammen bauen und hoffen. Aber leichter gesagt als getan. Der Zusammbau war eine echte Herausforderung, die mehr als doppelt so lange wie der Ausbau dauerte! Aber ich schaffte es und wurde belohnt. Beim Probelauf war hör- und auch sichtbar eine deutlich stärkere Flamme am Brenner zu erkennen. Und auch kurze Zeit später war ganz klar zu fühlen wie es im Schrank kälter wurde! 

Doch damit war meine Arbeit nicht erledigt. Mein "Hausmeister" hatte bei seiner letzten Ausfahrt mit dem Caravan eine Feindberührung mit einem Baumstumpf. Der war natürlich stärker! So hatte der Wohnwagen an der rechten hinteren Ecke eine Blessur. Ein Kunststoffwinkel war schon geliefert worden, ich lieferte nun meinen noch vorhandenen Kleber dazu und befestigte, beziehungsweise klebte die Beschädigung kunstvoll zu und modellierte noch ein wenig herum, und war für heute entlassen!

Inzwischen war Irmgard tatsächlich zuhause eingetroffen. Gut es hatte sie auf den letzten Metern doch schon angestrengt, aber Schmerzen hatte sie nicht. Und das ist nun mal das Wichtigste! Wir machten erstmal Coffee Time. 

Danach hatte ich meinen nächsten Auftrag, diesesmal aber für den eigenen Bedarf: Unsere Sitzbezüge der Stühle im Wohnzimmer waren sehr unansehnlich geworden. Logisch bei so einem hellen Stoffbezug kein Wunder. Wir hatten uns Möbelstoff besorgt der viel besser zu den Polstermöbeln passte. So hatte ich heute meine Prüfung als Polsterer. Irmgard war mit meiner Arbeitsleistung sehr zufrieden, und das ist jawohl das Wichtigste!

Der Stuhl mit dem neuen Stoffbezug

der Stuhl, so wie er vorher aussah.
Damit will ich für heute mal Feierabend machen. Ich bin der Meinung, dass ich heute richtig viel geleistet habe. Das soll nicht zur Gewohnheit werden!


Wir haben die Schnauze voll!

Ja, von dem Fahren auf deutschen Autobahnen!  Nur Stau! Auch heute wieder, da haben wir für 260 Kilometer fünfeinhalb Stunden benötigt! Nee,...